Wohnhaus in Stuttgart

Architekten: Harder III Stumpfl
Auftraggeber: Privater Bauherr
Bauvolumen:     3045 m³

Für einen privaten Bauherren wird ein Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung errichtet. Das Baugrundstück ruhig und stark durchgrünt, wird geprägt durch seine attraktive und charakteristische Hangsituation. Besondere Bedeutung hat hierbei, dass es sich um einen Nordhang handelt. Ziel war es ein Gebäude zu entwickeln, das dem steilen Hang gerecht wird. Besonderen Wert wurde auf die Maßstäblichkeit, die behindertengerechte Zugänglichkeit (Mehrgenerationenhaus) und die schönen Durchblicke vom südlich gelegenen Garten ins Tal und umgekehrt.

Das Hanggeschoß wird die eine Familie bewohnen, dieses wurde bewußt  gegenüber dem Erdgeschoß zurückgesetzt, um die vorgegebene Zweigeschossigkeit auch im Hang zu betonen.  Auf dieser Ebene liegt auch die Einliegerwohnung. Der Garten wird  terrassiert. Im 1.Obergeschoß wird die andere Familie mit großzügiger Terrasse nach Süden und Osten wohnen. Um dieses Geschoß auch im hohen Alter zu erreichen, wird im gemeinsamen Treppenhaus Platz für einen möglichen Aufzug vorgehalten, der vorläufig als Abstellraum auf allen Ebenen dient. Im Dachgeschoß befindet sich eine Dachterrasse, die teilweise intensiv, teilweise extensiv begrünt wird. Der Aufgang und der kleine Aufenthaltsraum mit Anrichte zum Ausgang der Terrasse wird mit einem Satteldach versehen. Das Dach auf der Südseite erhält Solarnutzung, auf der Nordseite ein Glasdach.

Das Gebäude ist als Stahlbetonskellettbau konzipiert. Das Treppenhaus wird innen weitgehend in Sichtbeton sein. Die Raumhöhen weisen in den Wohngeschossen eine lichte Höhe von 2,70 m auf. Die geschlossenen Wände werden außen mit weißen und glänzendem  Tafeln verkleidet , ansonsten wird das Haus mit großzügigen Fassadenelementen verglast. Die Innenwände und Decken werden weiß gehalten und nur sparsam mit Farbe akzentuiert, Fußböden sind überwiegend mit Holzböden vorgesehen. Die Dachterrasse wird teils intensiv, teils extensiv begrünt. Der Bodenbelag der Dachterrasse wird in das Substrat gelegt.

Die steile Hanglage wird zweimal mit Hilfe des anfallenden Aushubmaterials terrrasiert. Man erschließt das Gebäude am tiefsten Punkt der Straße, zwischen eingegrabener und begrünter Doppelgarage und zwei Stellplätzen über ein künstlich gestaltetes Plateau ebenerdig und behindertengerecht. Die bestehenden Bäume müssen aufgrund des hohen Alters zum größten Teil entfernt und ersetzt werden. Es werden heimische Bäume und Sträucher vorgeschlagen. Die Plateaus und Terrassen werden begrünt  und / oder erhalten einen wasserdurchlässigen Belag.