Wohnen und Reiten, Loppenhausen

Wettbewerb 2006

Ankauf

Architekten: Harder III Stumpfl
Bauvolumen: ca. 57.000 cbm


Reiterhof und Zuchtbetrieb, Freizeit und Gastronomie, sowie Wohnen mit Pferd bilden künftig gemeinsam einen neuen Ortsteil für Loppenhausen.
Zwischen diesen Bereichen entsteht für Pferd und Reiter eine Nord-Süd-Verbindung, welche das Wohngebiet mit Gästehaus, den zentralen Bereich mit Verwaltung und Gastronomie und den Reiterhof verbindet.

Der Reiterhof mit Zuchtbetrieb befindet sich an exponierter Stelle und prägt das künftige Ortsbild nachhaltig. Die Dichte der Bebauung und die notwendigen funktionalen Verknüpfungen lassen eine Körnung in Analogie zu der vorhandenen Dorfstruktur nicht mehr zu.
Es wird vorgeschlagen, eine dichte Netzstruktur zu platzieren, die sich terrassenartig an den vorhandenen Hang schmiegt und flächig auf die Anforderungen Reiterhof und Zuchtbetrieb antwortet. Überformt werden die beiden Nutzungsbereiche mit einer intensiv begrünten Dachkonstruktion, die das landschaftlich wellige Relief übernimmt. Verschneidungen der Dachebenen ermöglichen senkrechte Glasflächen zur natürlichen Belichtung und Belüftung, die Begrünung wirkt klimaausgleichend auf das Gebäudeinnere und ermöglicht eine gute landschaftliche Einbindung.

Der zentral am Eingang gelegene Vorhof dient zur Orientierung und ist gleichzeitig Empfangsbereich bei Veranstaltungen in der großen Reithalle. Der daran angrenzende Betriebshof bildet die innere Mitte und dient als Verteilerebene der Reitanlage (+/-0,00). Östlich des Betriebshofes befindet sich der Reiterhof, westlich liegt der Zuchtbetrieb. Der Betriebshof teilt sich in einen für Besucher großzügigen Zugang zum Reiterhof und einen im Westen kleineren, abgeschlossenen Hof, den Empfangsbereich des Zuchtbetriebs.

Alle Ställe passen sich weitgehend dem Gelände an und sind nach den geforderten Regeln getrennt. Die Erschliessungsspange am südlichen Ende des Stalles beherbergt die Stattel- und Putzzone mit anschließendem natürlich ansteigendem Reiterweg zu den Reithallen. Am nördlichen Ende der Ställe liegen die Wege zu den Weiden.