Wohnen am Österberg, Tübingen

Wettbewerb 2007
Architekten: Harder III Stumpfl
Bauvolumen: ca. 37.000 cbm


Am Rande der Tübinger Innenstadt, in attraktiver Hanglage mit direktem Bezug zu Grünanlagen und Wald, soll ein neues Wohngebiet entstehen.

Das Baugrundstück am Österberg war aufgrund seiner Art und Lage - citynah, ruhig und stark durchgrünt -, aufgrund der überschaubaren und gut handhabbaren Größe des Vorhabens, aber vor allem aufgrund der für Tübingen so charakteristischen Hangsituation geradezu prädestiniert, Haus- und Wohnungstypen zu entwickeln, die in besonderem Maße diese Situation nutzen und daraus ihre Architektur und ihre Qualität ableiten. Diese tendenziell landschaftlichen Qualitäten sollten erhalten und gestärkt werden. Ziel war es, die Entwicklung eines stark durchgrünten, maßvoll verdichteten Wohngebietes ohne Großstrukturen zu erreichen.

Grün sollte die Anlage durchdringen. Vor allem sollte die Anordnung der Baumassen derart sein, dass die Durchblicke von der Hundskapfklinge auf den Hang zu der nördlich gelegenen Mittelhangzone gegeben ist. Das Gebiet sollte durchzogen sein von öffentlichen Fußwegen. So wären vorhandener Stadtraum und neues Quartier auf unverwechselbare und typische Weise miteinander vernetzt. Die vorhandene Topographie wird weitgehend erhalten.

Es wurde eine dichte Bebauung aus gestaffelten Terrassenhäusern im westlichen Bereich und punktuell angeordneten Reihen- und Doppelhäusern im Osten vorgeschlagen. Zwei zwar verwandte, jedoch in ihrer Struktur unterschiedliche Haustypologien. Im Westen wird die Körnung der dort vorhandenen, großen "Stadthäuser" aufgenommen und auf dem Grundstück fortgesetzt. Im Osten wird die strenge Ordnung aufgelöst und schafft somit einen Übergang zum eher landschaftlich Natürlichen und zu den freier angelegten Häusern.