Unilever, Hamburg

Neubau
Fertigstellung: 2009
Fassadenplanung: Harder III Stumpfl
Architekt: Behnisch Architekten


Ein komplex geformtes, lichtdurchflutetes Atrium mit großzügigen Flächen, Gärten und einem öffentlich zugänglichen Erdgeschoss bildet die Grundlage der räumlichen Entwicklung für die neue Konzernzentrale von Unilever.
 
Die Arbeitsplätze sind alle natürlich belichtet. Eine Prismendecke unter dem Atriumdach filtert dabei das Licht nach unten und dient als Sonnenschutz und Blendschutz, ohne die Lichtmenge zu reduzieren.

Es wurde ein Fassadentyp entwickelt, der die unterschiedlichen Anforderungen an natürliche Belüftung und Belichtung, entsprechend den Anforderungen unterstützt.

Eine aussenliegende, transparente Membran, verbindet funktionale mit architektonischen Gesichtspunkten. Der Schall- und Windschutz der äußeren Fassade ermöglicht eine natürliche Lüftung trotz der Schallbelastung durch den Straßenverkehr. Zusätzlich bietet die Membran, gleich einem Kastenfenster, einen Windschutz für den “aussenliegenden” Sonnenschutz. Dieser Windschutz ist aufgrund der windexponierten Lage essentiell für die Funktion des Sonnenschutzes und somit für einen Gebäudebetrieb ohne Klimaanlage. Ein zweigeteilter Sonnenschutz mit Lichtlenkfunktion im Oberlichtbereich ermöglicht auch bei direkter Besonnung eine blendfreie natürliche Belichtung.

Das so eingespiegelte Sonnenlicht wird im Innern des Gebäudes über reflektierende Materialien an den Brüstungen in die Tiefe des Raums reflektiert.