Teichmatten - Wiese

Wettbewerb 2011
Architekten: Harder III Stumpfl

Unterschiedliche Kräfte wirken auf das neu zu entwickelnde Gebiet. Im Norden befindet sich die markante Siedlung Teichmatten, im Nordwesten befindet sich kleinteilige Bebauung, im Südosten schließt sich der Fluss „Wiese“ mit seinem vorgelagerten Landschaftspark an und mitten drin befindet sich das Ortsbild prägende Gebäude der Grundschule.

Die Gebäude werden so angeordnet und in ihrer Höhe so gestaltet, dass sie sich von der Mühlstraße bis zur „Wiese“ von einem innerstädtischen Wohnquartier zu  Landschaftsterrassen entwickeln.
Der Neubau des Einkaufsmarktes mit Haupteingang und Anlieferung wird entlang der Mühlestraße platziert. Über dessen bergrüntem Dach befindet sich ein Wohngebäude als Solitärbaukörper und südlich an den Supermarkt schließt ein Wohnriegel an, beide schreiben in Körnung und Maßstab die Typologie der Siedlung Teichmatten fort.
Der Neubau der Turnhalle wird in die terrassenartig nach Südosten entwickelten Landschaftsterrassen eingebettet. Er bildet gemeinsam mit der bestehenden Schule ein Ensemble und formuliert den neuen Pausenhof. In deren Mittelpunkt entsteht ein neuer Aufenthaltsraum / Pausenhof, der zur barrierefreien Erschließung, gegenüber der heutigen Situation angehoben wird und sich zur „Wiese“ öffnet. Das Anschlussniveau zum Landschaftspark wird ebenso wie die weiteren natürlich entstehenden Geländeversprünge mit Sitzstufen angebunden.

Vom mit großformatigen Platten belegten Pausenhof erreicht man direkt den Eingangsbereich der Schule und das Foyer der Sporthalle. Der nördliche Eingangsbereich der alten Schule wird erhöht, um die Barrierefreiheit zu ermöglichen. Der Pausenhof erhält im nordwestlichen Bereich ein schattenspendendes und regenschützendes Dach. Der Pausenhof ist klar und übersichtlich gegliedert, die erhaltenswerten Bäume bleiben über Baumgruben erhalten und dienen gleichzeitig als schattenspendende Sitzfläche (Ruhezonen). Um diese Bauminseln herum bildet ein Belag aus Rasenlochklinker eine Art Vorgarten, der dann in die Bewegungszone des Schulhofes übergeht.
Die Höhenstaffelung zum Fluss hin ermöglicht auf allen Ebenen einen freien Blick in die Fluss- bzw. Parklandschaft und vermittelt den Eindruck des Aufenthalts im Grünen.