Schickhardt-Schulen, Stuttgart

Komplettsanierung und Erweiterung
Auftraggeber: Stadt Stuttgart 
Architekten: Harder III Stumpfl
Fertigstellung Realschule 2011
Fertigstellung Gymnasium 2012


Situation/ Aufgabenstellung

Im Sommer 2009 wurde festgestellt, dass die abgehängten Decken nicht mehr tragfähig sind. In den Schulen mussten nach einer Bestandsdokumentation durch die Restauratoren die abgehängten Decken abgebaut werden.
Die Rippendecken zeigten zum Teil erhebliche Schäden. Die Tragfähigkeit der Decken wurde in Frage gestellt.
Weitere Belastungsversuche und statische Untersuchungen wurden durch das Institut für erweiterte Bautechnik, Fachbereich Tragkonstruktion am KIT-Karlsruhe Institut für Technologie im den Pfingstferien 2010 durchgeführt. Die Belastungsversuche wurden hydraulisch durchgeführt, damit keine weiteren Deckenfelder zerstört werden mussten.
Die Untersuchungen ergaben, dass man die Tragfähigkeit der Decken rechnerisch nachweisen konnte. Vorraussetzung für den Erhalt war aber eine Sanierung aller Deckenbereiche.

Vom Schulverwaltungsamt wurde der Planungsauftrag über die Deckensanierung erweitert und umfasste folgende Punkte für die Sanierung:

  • - Sanierung der Tragkonstruktion Rippendecken
  • - F90 Brandschutz der Decken
  • - Erneuerung der Brandabschnittstüren in der Realschule 
  • - In allen Räumen und Flurbereichen musste eine Akustikdecke eingebaut werden.
  • - In allen Klassenräumen sollte ein neuer Linoleumbelag verlegt werden.
  • - Malerarbeiten aller Innenbereiche
  • - Generalsanierung Elektro
  • - Generalsanierung Schwachstrom, SAA, Jalousiesteuerung
  • - neue Fenster
  • - außen liegender Sonnenschutz
  • - Dachflächensanierung


Das Büro Harder III Stumpfl wurde vom Hochbauamt Stuttgart beauftragt für die Gesamtsanierung ein Konzept zu entwickeln.
Um einen möglichst zügigen Sanierungsfortgang zu gewährleisten, wurden auf dem Gelände der Schule temporäre Klassenzimmer in Containerbauweise aufgestellt, welche abwechselnd die Realschule und das Gymnasium aufnehmen.
Somit wurde die Voraussetzung geschaffen, die beiden Schulgebäude in der Rekordzeit von jeweils acht Monaten komplett zu sanieren.