Landtagsgebäude Rheinland-Pfalz

Wettbewerb 2014

Anerkennung, 3. Rang

Ziel ist es das äußere Erscheinungsbild des Deutschhauses beizubehalten. Im Inneren sind die unterschiedlichen Nutzungsbereiche und Erschließungen so geordnet, dass eine klare Orientierung entsteht, die sowohl die sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt, als auch dem Besucher die Offenheit des Hauses vermittelt. Wesentliches Element ist dabei die Magistrale. Die innere Struktur verändert sich insoweit, dass sich sämtliche Nutzeinheiten an dieser Magistrale anlagern, diese ist - symmetrisch zum Saal -  vertikal verbunden über 2 neue Treppenhäuser an der Südwestseite, zum Hof, welche stirnseitig direkt ins Freie führen und ein neues Treppenhaus im Bereich des Restaurantgebäudes.

Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, dass das Deutschhaus auch weiterhin auf seinem Sockel steht.
Das Hauptgebäude wird nach Nordosten durch den Restaurantbereich linear erweitert, die rheinseitigen Mauerzüge werden in die neue Fassade integriert. Das Restaurantgebäude erhält eine Fassade aus strukturierten Betonfertigteilen die Bezug zum Hauptgebäude aufnehmen. Die Fassade erhält gezielt eingesetzte Glaselemente, welche im Bereich der Peter-Altmeier-Allee den Rhythmus und die Proportionen des Deutschhauses abbilden. Zum Kurfürstlichen Schloss entstehen gezielte Ausblicke und Blickbeziehungen. Zum Hof und der dort angelagerten Terrasse öffnet sich das Restaurant über eine großzügige Verglasung und gibt den Blick frei zur Peterskirche und der Altstadt. Im Sinne des Gedankens „Kontinuität und Wandel“ wird die Fassade des Hauptgebäudes aufgenommen, in filigraner Übersetzung zitiert zu einem stimmigen Ganzen, ohne dabei die technische Weiterentwicklung heutiger Konstruktionen zu verleugnen.