Kunsthalle, Bremen

Wettbewerb 2005
Architekten: Harder III Stumpfl


Die Kunsthalle Bremen liegt in den Wallanlagen zur Altstadt und östlichen Vorstadt. Der Altbau mit seiner Erweiterung von 1899 konnte den Zusammenhang des Grüngürtels der Wallanlagen bewahren. Die zweite Erweiterung von 1982 jedoch versperrt trotz seiner Zurückhaltung die Zugänglichkeit und den Blick in den Grünraum.

Mit der Neuplanung wird der Freiraum wiedergewonnen. Der Düttmannbau wird zurückgebaut. Der Vortragssaal mit all seinen Nebenräumen bleibt erhalten. Auf ihm entsteht die "Stadtterrasse" mit Café, die Ausblick in die freie "Museumslandschaft" gibt. Ein Spannungsverhältnis zwischen Altbau, "Solitär" und wiedergewonnenem Freiraum wird aufgebaut. Der Weg neben der Stadtterrasse in die Landschaft wird großzügiger und kann jetzt behindertengerecht ausgeführt werden.

Der Altbau-Solitär beherbergt die Sammlung. Die Ausstellung ist in der Museumslandschaft untergebracht. Der Haupteingang bleibt beim Altbau. Ein Nebeneingang für die Museumspädagogik, die Verwaltung und für Sonderausstellungen befindet sich auf der Stadtterrasse. Zwischen Altbau und Stadtterrasse wird die "Fuge" von Düttmann erweitert und aufgewertet. Die "Fuge" ist jetzt eine Glashalle und wird durch die Räume der Anlieferung, der Pädagogik und der Verwaltung gebildet.

Nachdem man die Eingangshalle des Altbaus durchschritten hat, kann man sich für das Museum der Sammlung entscheiden oder man wird durch die Helligkeit der "Fuge" zur Halle gelenkt. Die Halle bildet den Zugang zur Museumslandschaft. Das Museum mit seinen Ausstellungsräumen befindet sich auf der gleichen Ebene wie der Vortragssaal. Am Zugang zu den Ausstellungsräumen und an seinen Übergängen hat man immer den freien Blick zum Wasser und zur Landschaft.