Implantate an Stuttgarter Schulen / Kita

Fertigstellung 2010
Architekten: Harder III Stumpfl


Um für die Stuttgarter Schüler höchste Sicherheit zu gewährleisten, werden in bestimmten Frequenzen Brandverhütungsschauen durchgeführt, welche überprüfen, inwiefern die baulichen Gegebenheiten den aktuellen Anforderungen und Vorschriften entsprechen.

Bei den dargestellten Projekten handelt es sich um ältere Gebäude, welche durch einfache und gezielte Eingriffe den heutigen Bedingungen angepasst werden. Insbesondere denkmalgeschützten Gebäuden, wie das der Technischen Oberschule muss hohe Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Bauliche Maßnahmen sind erforderlich, die die funktionalen Aufgaben und die gestalterischen Erfordernisse unserer Zeit bewältigen müssen und gleichzeitig mit dem zum Teil denkmalgeschützten Bestand in Einklang gebracht werden.

Lösungen die zeitgemäße Antworten beinhalten wurden in Einklang mit Denkmalschützern, Bauherrn und Nutzern entwickelt.

Implantate entstehen in der Kindertagesstätte Scheffelstraße, der Hoppenlauschule in der Seidenstraße und der Technischen Oberschule in der Hohenheimer Straße.


Kindertagesstätte „Wilde 19“ Scheffelstraße


Fertigstellung 2010

Architekten: Harder III Stumpfl
Auftraggeber: Stadt Stuttgart


Die Kindertagesstätte die in einem ehemaligen Wohngebäude in der Scheffelstraße 19 untergebracht ist, wurde in den 60er Jahren gegründet. In der Brandverhütungsschau am 16.06.2007 wurden genehmigungspflichtige Maßnahmen gefordert.

Für die Kindertagesstätte ist ein 2. baulicher Rettungsweg, in Form einer Außentreppenanlage, erforderlich. Die Treppenanlage (2. baulicher Rettungsweg) muss im Brandfall, bei Ausfall des notwendigen Treppenhauses, von jedem Aufenthaltsraum der Kindertagesstätte (1. OG, 2 x EG) aus, unter Umgehung des Haupttreppenraums, erreicht werden können.

Für den 2. Rettungsweg werden im 1. Obergeschoss eine Fluchttür und im Erdgeschoss zwei Fluchttüren in die Westfassade in Fensterbereichen eingebaut, welche an die neue Außentreppe aus Stahl unmittelbar anschließen. Die Lauffläche soll in den nicht überdachten Bereichen als Gitterroststufen ausgeführt werden, damit im Winter kein Schnee liegen bleibt. Die Geländerverkleidung ist mit farbigen Holzplatten geplant. Der obere Podestbereich erhält als Witterungsschutz ein Dach. Die Entwässerung erfolgt über die angrenzenden Fallrohre. Die neue außenliegende Fluchttreppe endet im Untergeschoss, unmittelbar in dem bestehenden eingezäunten Hof, der von der Kindertagesstätte als Spielbereich genutzt wird.

Die Fluchttreppe erstreckt sich über zwei Geschosse mit drei Läufen und drei Podesten. Im Untergeschoss wurden in den vergangenen Jahren Nutzungsänderungen durchgeführt. Diese Maßnahmen sind genehmigungspflichtig und liegen als Bauantrag ebenfalls zur baurechtlichen Überprüfung und Begutachtung bei.