Realisierungswettbewerb Hospitalhof, Stuttgart

Wettbewerb 2009

2. Phase

Realisierungswettbewerb Hospitalhof                        
Architekten Harder III Stumpfl


"Sollte es nicht möglich sein, entsprechend der Aufgabenstellung, die drei auf dem Grundstück zu realisierenden Funktionen – Gottesdienst, Geselligkeit und Arbeit – zu einer angemessenen, innerlich wahrhaftigen Formung zu bringen: einer wirklichen Kirche, einem richtigen Saalbau, einem ausgesprochenen Bürohaus", so schrieb Wolf Irion am
19. Juli 1957 in der Stuttgarter Zeitung.

Im Sinne des Urhebers wird vorgeschlagen dieses Grundprinzip auch nach der Umgestaltung des Veranstaltungsbereiches beizubehalten. Durch das neue Konzept werden jedoch alle drei Bausteine, Geist, Bildung und Dialog entsprechend der Aufgabenstellung verknüpft. Die drei Bausteine Hospitalkirche, Verwaltungsgebäude und der große Saal bleiben erhalten und in ihrer Selbständigkeit ablesbar.

Die stadträumlichen Kanten des Veranstaltungsbereiches bestehen weiterhin. Lediglich die neue Erdgeschossfassade an der Büchsenstraße nimmt die Position der Fassade des ehemaligen Dominikanerklosters ein und erinnert so an den historischen Stadtraum. Die Veranstaltungsräume im Süden schließen erdgeschossig den Quartiersblock an der Gymnasiumstraße.

Man betritt den Hospitalhof ebenerdig im Erdgeschoss, in der Fuge zwischen Hospitalkirche und großem Veranstaltungssaal, genau an der Stelle, welche historisch als Eingang zur Gesamtanlage diente.

Der Bewegungsraum im Innenhofbereich ist weitgehend transparent gehalten.
Sorgsam gestaltete, vielfältig nutzbare Räume unterschiedlicher Größe und lichtdurchlässige Bereiche bilden Orte für Kommunikation, Symbiosen und Synergien, für  Information, Gespräche, Reflexion, Lernen und Diskussion.
Der Hospitalhof bleibt für die evangelische Kirche: "ein geschützter und ein schützender Ort".