Hindenburgbau, Stuttgart

Erweiterung
Fertigstellung: 2006
Fassadenplanung: Harder III Stumpfl
Architekten: Sorg und Frosch
Bauvolumen: 10.000 cbm

Zukunftsfähige Stadterneuerung: Bauherrenpreis des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg 2007


Der 136 Meter lange Hindenburgbau wurde nach Plänen der Architektengemeinschaft Professor Schmohl, Eitel, Staehelin und Bielenberg zwischen 1926 und 1928 als städtebauliches Pendant zum Stuttgarter Hauptbahnhof und dem Zeppelinbau – beide von Bonatz gebaut – im neoklaßizistischen Stil errichtet. Namensgeber war der damalige Reichspräsident.

 

Bei der Eröffnung hatte der Hindenburgbau drei Geschoße, obgleich die ursprünglichen Entwürfe ein höheres Gebäude vorgesehen hatten. Die Statik wurde bereits beim Bau auf Zuwachs angelegt. Zwei zusätzliche Stockwerke wurden allerdings erst in den Jahren 1948/49 beim Wiederaufbau des im Krieg schwer beschädigten Gebäudes durch Professor Schmohl realisiert.

 

Die Gestaltung der jetzt begonnenen Erweiterung bezieht sich auf die vorgesetzten Arkaden der ersten Aufstockung. Mit einer leichten, transparenten Glasfassade scheint das zusätzliche Stockwerk wie eine Krone auf dem Gebäude zu schweben. Das Stockwerk wird Tag und Nacht eine schimmernde Erscheinung sein, tagsüber gibt es Sonnenlichteffekte und nachts wird das neue Geschoß sichtbar von Lautenschlager Straß, Königstraß und Bahnhofplatz illuminiert. 

 

Die Außenseite wird als Doppelfassade ausgeführt, so entsteht zwischen Aussen- und Bürofassade ein Raum, der die Nutzer zuverlässig gegenüber den Verkehrsgeräuschen abschirmt.

 

Intensive Abstimmungen mit Stadtgestaltungsbeirat und Stadtplanungsamt der Stadt Stuttgart, sowie dem Landesdenkmalamt, führten so zu einer wegweisenden stadträumlichen Verbesserung des Ensembles Stuttgarter Hauptbahnhof, auch im Hinblick auf das Projekt Stuttgart 21.