Franz-Liszt-Konzerthaus, Raiding

Wettbewerb 2004
Architekten: Harder III Stumpfl


Der Ort Raiding ist durch Gebäude mit charakteristischen "Streck- bzw. Hakenhöfen geprägt, welche großzügig durchgrünt sind. Gleich einem verwunschenen Schatzkämmerchen liegt das Geburtshaus Franz Liszts in einem dieser Grünzüge.

Es wird vorgeschlagen, die Stimmung des Ortes weitgehend zu konservieren. Die Gartenebene, welche Aufenthaltsort und Informationsort zugleich ist, soll in ihrer vollen Ausdehnung erhalten bleiben. Erreicht wird dies durch Anhebung des Konzertsaales. Unter dem Saal entsteht ein neutrales, gläsernes, zum Garten hin öffenbares Foyer, durch das der Garten hindurchfließen kann. Lediglich die Nebenräume im nördlichen Bereich werden als Analogie zum Ort, gleich einem Hakenhof, winkelartig ausgebildet.

Das östlich gelegene steinerne Tor behält seine Aufgabe als Eingang für kleinere Gruppen, Künstler und besondere Gäste. Der Zugang von Westen soll konsequent als grüne Pforte weiterentwickelt werden und den Besucher schon auf dem Weg zur Parkmitte stimulieren. Die Höhe des neuen Gebäudes wird durch den alten, großzügigen Baumbestand eingebunden.

Vom Foyer kommend, erreicht man über eine großzügige Rampe, mit Blick in den Ort, den Vorraum des Saales, welcher sich gleich einem Panoramafenster zum Park mit dem Franz-Liszt-Geburtshaus visuell öffnet. Der Konzertsaal im 1.OG entwickelt sich nach seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Einem Klangkörper ähnlich, ist er, mit Ausnahme zum Foyer, von allen Seiten eingefasst, was den Besucher in eine Welt der Musik eintauchen lässt.