Akademie der Künste, Berlin

Neubau 2004
Projektpartnerschaft mit Behnisch & Partner und W. Durth

Architekturpreis Berlin 2006

Der Neubau der Akademie der Künste gliedert sich in drei Bereiche: den Kopfbau zum Pariser Platz, die Räume der Direktoren und Referenten an der westlichen Seite und die im Zentrum liegenden alten Ausstellungshallen, die als "Fundstücke" belassen wurden.

Im Kopfbau ist im Erdgeschoß das Foyer, darüber befinden sich der Lesesaal und die Archivbibliothek. Vom Foyer aus sieht man axial auf die alten Ausstellungshallen, auf der östlichen Seite beginnen die Haupttreppe und das Bistro, das zum Wintergarten überleitet. Im Kopfbau auf der zweiten Etage sind weitere Ausstellungsbereiche und der Plenarsaal. Darüber befindet sich ein Dachgarten mit einem großen Glasdach, von dem aus man nicht nur auf den Pariser Platz, sondern auch auf den auf der zweiten Etage befindlichen Skulpturengarten im Zentrum des Gebäudes sieht.

Das Dach über dem Dachgarten soll immateriell erscheinen. Die Stahlkonstruktion liegt darüber und die Glasscheiben sind farblich gestaltet. Es soll eine Situation entstehen, die an einen schönen Sommerabend unter Baumkronen erinnert. Nicht der Stahl, sondern das Glas wird das Wesentliche sein. Die Farben, die Licht- und Schattenflecken, die Reflexionen sollen dominieren.

Ebenfalls aus Glas ist die Fassade zum Pariser Platz, ergänzt durch vor und hinter dieser Ebene liegende Elemente, die wie Vorhänge zwischen Innen und Aussen filternd vermitteln. Der äußere "Vorhang" nimmt Maß und Proportion des "architektonischen Apparates" der alten Architekturen auf. Jedoch wird er diesen mit zeitgenössischen Materialien und Konstruktionen weiterentwickeln und transformieren. Der innere "Vorhang" schützt und charakterisiert die unterschiedlichen Räume dahinter. Es ensteht eine Fassade, die den Bezug zum Pariser Platz herstellt und zugleich durch unmittelbare Durchsicht ins Innere die historischen Ausstellungshallen, die die letzten noch vorhandenen Teile des früheren Bestandes des Pariser Platzes sind, sichtbar macht.